Silvester mit Hund
– was tun gegen Angst und Unruhe?

Das neue Jahr zu begrüßen und die bösen Geister mit Knallern zu vertreiben, gehört in Deutschland zu Silvester, wie der Knochen zum Hund. Überall knallt es, Raketen fliegen und buntes Feuerwerk explodiert. Wer sich darüber nicht freut, sind vor allem Hundebesitzer. Denn viele Hunde haben Angst vor Feuerwerk. Hier erfährst Du, was Du gegen die Angst Deines Hundes vor Feuerwerk und Knallerei unternehmen kannst.

Silvester-Feuerwerk-Hund

So entspannt verbringt kaum jemand Silvester zusammen mit seinem Hund.

Was stresst den Hund an Silvester?

Silvester, das Ende des alten und der Anfang des neuen Jahres, vereinigt für den Hund mehrere Stressfaktoren auf einmal. Selbst für die meisten Menschen ist die Zeit zwischen den Jahren mit Stress und Unruhe verbunden. Die zwei größten Stressoren in dieser Zeit für den Hund sind jedoch:

  1. Knaller und Feuerwerk
  2. Stress des Halters und anderer Menschen

Knaller und Feuerwerk

Knaller und Feuerwerk sind laut, bunt und unerwartet. Hunde können das laute Knallen oft schlicht nicht zuordnen. Und was sie nicht zuordnen können, das macht ihnen dann Angst. Wir dürfen nicht vergessen, wie viel lauter Hunde ihre Umwelt hören! Das Knallen von Böllern und Feuerwerk ist also aus Sicht des Hundes exorbitant laut und sehr erschreckend.

Zudem können die Geräusche nicht vorausgesagt werden. Sie erscheinen nicht in einem gewissen Rhythmus, sondern unvorhersehbar. Hunde sind in diesem Aspekt ähnlich wie Kleinkinder. Leider kann man Hunden nur nicht erklären, dass Feuerwerke nichts Schlimmes sind.

Übrigens entwickelt sich die Angst der Hunde vor Silvester oft mit der Zeit. In der Welpen- und Junghundezeit sind Hunde daran gewöhnt, neue Reize kennenzulernen. Sobald die Hunde allerdings älter werden und ihre Umwelt differenzierter wahrnehmen, wissen sie genau, dass diese Geräusche und Explosionen nicht da sein sollten und entwickeln so eine Angst vor den Feuerwerken.

Die Stimmung der Halter

Auch der Halter und die Familie des Hundes haben einen Einfluss auf die Stimmung des Hundes. Zum einen ist es sicher so, dass zwischen den Jahren und um Silvester herum viel Stress herrscht. Dinge müssen vorbereitet werden, Parties geplant usw.

Dieser Stress ist jedoch nur ein kleiner Faktor. Was die Angst des Hundes jedoch verstärken kann, ist, wenn der Halter die Angst des Hundes übernimmt. Das passiert ziemlich oft. Es knallt, der Hund erschreckt sich, würde aber nach einer Schrecksekunde einfach weitergehen. Viele Hundehalter erschrecken sich aber selber und eilen zu ihrem Hund. Dort nehmen sie die Angst des Hundes wahr und fürchten sich dann selbst. Sei es davor, dass der Hund vor Angst wegläuft oder dass es dem Hund schlicht schlecht geht.

Der Hund nimmt dann natürlich die Angst des Halters wahr und übernimmt die Angst. So schaukeln sich Hund und Halter immer weiter gegenseitig auf. Was also tun, um den Hund effektiv zu beruhigen?

Silvester-Entspannung

So kann es gehen: entspannt der Halter, kann auch der Hund entspannen.

Tipp Nummer 1: Den Hund gerne umarmen und ihm Körperkontakt ermöglichen. Jedoch dabei in einer ruhigen, beschützenden Stimmung bleiben. Dabei hilft es, sich selbst Folgendes vorzusagen: „Es ist alles gut. Knaller sind nicht gefährlich. Uns passiert nichts.“ So kann der Hund mit Deiner Unterstützung besser herunterfahren und ihr könnt weitergehen.

Was kann ich als Halter tun?

Manchmal reicht die einfache Stimmungsübertragung einfach nicht. Dennoch gibt es viele Möglichkeiten, dem Hund selbst die Angst zu nehmen oder ihn zu unterstützen. Hier haben wir die wichtigsten aufgelistet.

Verhaltenstherapie

Unter Verhaltenstherapie versteht man die gezielte Änderung eines Verhaltens beim Hund. Ziel ist es, das Verhalten des Hundes zu verändern. Oder in diesem Fall, die Angst des Hundes zu mindern. Dazu gibt es 3 unterschiedliche Wege:

  1. Desensibilisierung
  2. Gegenkonditionierung
  3. Flooding

Desensibilisierung

Unter Desensibilisierung versteht man die Gewöhnung an einen Reiz, hier also das Knallen. Um dies zu erreichen, werden dem Hund in entspannter Lage zuerst sehr leise Reize, zum Beispiel sehr weit entfernte Knaller präsentiert. Die Intensität des Reizes wird im Laufe des Trainings immer mehr gesteigert. Wichtig dabei ist, dass der Reiz nie so groß sein darf, dass der Hund mit Angst reagiert.

Nach vielen Durchläufen und Steigerungen des Reizes bleibt der Hund so auch bei lautem Knallen entspannt. Er hat sich an den Reiz gewöhnt.

In der Praxis ist so ein Training mit Silvesterknallern leider schwer durchführbar, da man hier mitten im Jahr Feuerwerk zünden müsste. Auch die Abstufungen sind schwierig zu erreichen. Hierfür gibt es jedoch in einigen Hundeschulen extra „Silvestertraining“. Hier wird die Beschallung mit Silvesterfeuerwerk im Vorhinein organisiert. Hier solltest Du jedoch darauf achten, dass die Trainer kompetent sind. Ein falsch durchgeführtes Training kann Deinen Hund traumatisieren, statt ihn zu desensibilisieren.

Gegenkonditionierung

Die Gegenkonditionierung funktioniert ähnlich wie die Desensibilisierung. Doch hier wird auch die Stimmung des Hundes mit einbezogen. Durch eine Desensibilisierung wird der Hund einfach nur an ein Geräusch gewöhnt und bleibt entspannt, wenn er es hört. Durch eine Gegenkonditionierung wird das Geräusch mit etwas Positivem verknüpft.

Das funktioniert so: Der Hund wird wieder in entspanntem Zustand einem schwachen Reiz ausgesetzt. Direkt nach dem Knall wird dem Hund ein Leckerchen gefüttert. Ganz klassisch lerntheoretisch heißt das für den Hund: Knall = Leckerchen = Freude. Natürlich geht das auch mit anderen Belohnungen.

Wie bei der Desensibilisierung wird die Intensität gesteigert, bis der Hund an Silvester freudestrahlend im Wohnzimmer steht und sein Leckerchen einfordert. Aber Achtung: Der Hund sollte vor dem Angstreiz keinesfalls die Belohnung sehen. Ansonsten kann es passieren, dass der Hund die Verknüpfung falsch herum anlegt. Und zwar Leckerchen = Knall = Angst. Und das ist natürlich nicht wünschenswert.

Flooding

Das Flooding (deutsch: Überfluten) beschreibt schlicht und einfach die Überflutung mit dem Angstreiz, bis der Körper keine Angstreaktion mehr zeigt. Diese Methode ist zwar sehr schnell im Vergleich zu Desensibilisierung und Gegenkonditionierung, aber auch sehr anstrengend für den Hund.

Hier wird der Hund mit Knallgeräuschen beschallt. Und zwar so lange, bis er rein körperlich so fertig ist, dass er keine Angstreaktionen mehr zeigen kann. Ist dieser Punkt überschritten, so merkt sich der Körper das und zeigt auch bei den nächsten Knallern keine Angstreaktionen mehr.

Problematisch hierbei ist, dass es sehr lange dauert. So müsste ein Hund je nach Ausdauer mindestens 4 Stunden lang purem Stress ausgesetzt sein.

Ein großes Problem dieser Methode ist, dass es schnell zu einer sogenannten Re-Traumatisierung kommen kann. Sollte das Flooding zu früh abgebrochen werden, so ist der Körper immer noch im „Angst-Modus“. Dann reagiert der Hund beim nächsten Knall nur noch umso schlimmer!

Natürliche Heilmethoden

Silvester-Homöopathie-Bachblüten

Auch Alternative Heilmittel können helfen.

Falls für das Training keine Zeit mehr ist oder einfach zur Unterstützung, greifen viele Hundehalter gerne zu natürlichen Heilmethoden. Hier gibt es viele, ungefährliche Alternativen, die oft schnell und gut wirken.

Bach-Blüten

Die von Dr. Edward Bach begründete Bach-Blüten-Methode geht im Kurzen davon aus, dass jede Krankheit oder Missstand im Körper durch eine Pflanze repräsentiert werden kann. Dementsprechend legte Dr. Bach einen Katalog von Pflanzen oder Blüten und deren Anwendungen an. Besonders unter Menschen ist diese Art der Medikation beliebt.

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Für Hunde bieten sich die Bach-SOS-Tropfen an. Diese werden auch bei Menschen in Krisen und akuten, aufregenden Situationen gegeben und haben eine beruhigende Wirkung. Für Hunde gibt es extra eine Tinktur ohne Alkohol. Diese wirkt schnell und birgt keine Gefahren.

Homöopathie

Die Homöopathie ist eine weitere, angesehene alternative Heilmethode. Diese geht davon aus, dass Gleiches mit Gleichem bekämpft werden kann. So wird zum Beispiel bei Vergiftungserscheinungen ein anderes Gift in verschwindend geringer Dosis gegeben. Dadurch soll der Körper angeregt werden, sich selbst zu heilen. Die Homöopathie ist eine Sache für sich und für Laien schwer zu verstehen. Das jeweils richtige homöopathische Mittel hängt nicht nur von den Symptomen, sondern auch vom Charakter des Hundes ab. Es sollte also am besten mit Hilfe eines Tierheilpraktikers gewählt werden.

Nachfolgend eine Tabelle mit klassischen Silvester-bezogenen homöopathischen Mitteln. Dabei steht das Einsatzgebiet sowie die Dosierung je Mittel.

NameUrsprungCharakter des HundesPotenzDosierung
AconitumEisenhut (Giftpflanze)Notfallmittel für Schreck- und Panikzustände. Kann auch mit anderen Mitteln kombiniert werden.D6 oder D122-5 Kügelchen in der Stresssituation.
Barium CarbonicumMineralsalzGeeignet für Hunde, die auf Knaller mit Zittern und Anhänglichkeit reagieren. D6Schon 2 Tage vor Silvester anfangen: 2 mal am Tag 5 Globuli.
BoraxMineralHunde, die von Natur aus lärmsensibel sind und bei Knallen zusammenzucken und unruhig werden. Besonders für Tiere, die eine Abneigung gegen das Autofahren und Fahrstühle haben.C30Schon 2 Tage vor Silvester mit der Gabe anfangen: 2-3 mal am Tag 5 Kügelchen in Wasser aufgelöst.
Nux vomicaHeilpflanzeUnterstützt den Hund, falls er an Silvester durch die Angst den Appetit verliert.D6 oder D12bis zu 3 mal täglich 5 Globuli.
PhosphorusMineralstoffZur Akutbehandlung geeignet für Tiere, die mit Zittern, Herzrasen und manchmal auch Durchfall reagieren.D6, D12, C30 oder C200Bei Bedarf 5 in Wasser gelöste Globuli.

Unterstützende Maßnahmen

Um den Hund neben Medikamenten und Training zu unterstützen und ihm eine möglichst ruhige, stressfreie Umgebung zu schaffen, lohnen sich die Folgenden Dinge:

Bandagieren des Hundes oder Einsatz des Thunder-Shirts

Beim Bandagieren wird der Hund auf eine bestimmte Art mit einer elastischen Bandage eingewickelt. Seine Bewegungsfähigkeit bleibt dabei natürlich erhalten! Der enge Kontakt der Bandage zu der Oberfläche des Hundes gibt dem Hund jedoch ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit. Dies basiert darauf, dass der Körper an vielen Stellen sanften Druck verspürt und dadurch herunterfährt.

Man kann dies in etwa vergleichen wie mit einer Umarmung. Nur, dass der Hund dauer-umarmt wird und sich trotzdem frei bewegen kann. Wie so eine Bandage aussehen kann, seht ihr im folgenden Video:

Das Thunder-Shirt ist vom Prinzip her eine einfacher zu handhabende Bandage. Es ist ein Hemdchen, das den Hund vom Brustkorb bis zur Hüfte umschließt. Die Wirkung basiert auf demselben Prinzip. Viele Hunde reagieren sehr gut auf ein Thunder-Shirt.

Adaptil – die Wunderwaffe

Adaptil ist der Markenname, der für die Nachbildung des natürlichen Pheromones DAP – Dog Appeasing Pheromone (deutsch: den Hund besänftigendes Pheromon) – benutzt wird. Adaptil ist somit der Nachbau des Pheromones, das von der Hundemutter beim Säugen zur Beruhigung ihrer Welpen ausgesandt wird. Es vermittelt die Botschaft „Alles ist gut!“.

Adaptil funktioniert genau so gut wie DAP und ist daher eine gute Alternative, um dem Hund ein Gefühl von allgemeiner Sicherheit zu geben. Natürlich funktioniert das nur bei Hunden, die von Knallen nicht heillos überfordert sind. Für geringe Panik und Unruhe beim Hund an Silvester ist es jedoch sehr gut anwendbar.

Adaptil gibt es in den verschiedensten Formen: als Halsband, welches das Pheromon freisetzt. Zudem als Luftzerstäuber, als Spray und als Tabletten. Die Darreichungsform hängt dabei vom Hund und von den Umständen ab.

Tellington TTouch

Tellington TTouch ist eine Massage-Methode, welche von Linda Tellington-Jones zuerst für Pferde entwickelt wurde. Mittlerweile ist sie auch für Hunde eine anerkannte Methode. Ziel dieser Methode ist es, den Hund sowohl körperlich, als auch emotional in ein Gleichgewicht zu bringen.

Dazu werden mehrere Instrumente wie Bodengeräte und Körperarbeit genutzt. Diese sollten aber zuerst in einem Lehrgang gelernt werden. Dann kannst Du mit Deinem Hund an dem generellen emotionalen Gleichgewicht arbeiten und ihm so zu mehr Ruhe verhelfen.

Boxen-Training

Was vielen Hunden außerdem hilft, ist eine Box. Eine Box oder Kennel-Box kann als sicherer Rückzugsort für den Hund dienen. Der Höhlen-Charakter dieser Boxen gibt vielen Hunden ein gutes Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

Wichtig ist hierbei, dass auch die Box auftrainiert werden sollte. Bei einigen Hunden reicht es, die Box einfach hinzustellen. Denn viele gehen irgendwann von selbst hinein. Bei anderen kann zum Beispiel in der Box gefüttert werden, damit sich der Hund an sie gewöhnt.

Hat sich der Hund erst einmal an die Box gewöhnt, kann er in stressigen Situationen dort hineingeschickt werden. Wichtig: Die Box ist ein Rückzugsort und hier sollte der Hund auch in Ruhe gelassen werden. Nur so kann er die Box als Rückzugsort annehmen und sich in ihr beruhigen.

Vorstellung beim Tierarzt

Um vorsorglich schon etwas für Deinen hund zu unternehmen, kannst Du ihn natürlich auch bei einem Tierarzt vorstellen. Dabei solltest Du am besten einen Tierarzt mit der Zusatzbezeichnung „Verhaltenstherapie“ wählen. Diese Tierärzte sind geschult, um nicht nur die klinische Seite des Hundes, sondern auch sein Verhalten genau zu beleuchten.

Eine Liste mit allen Tierärzten mit Zusatz „Verhaltenstherapie“ findest du hier: geeignete Tierärzte

Was kann der Tierarzt tun?

Was kann also der Tierarzt tun, was Du nicht kannst? Zuerst einmal kann der Tierarzt körperliche Ursachen des Stresses und der Angst bei Deinem Hund ausschließen. Das ist schon einmal sehr nützlich, da Verhaltensauffälligkeiten oft auch von inneren Faktoren begünstigt werden.

Außerdem kann Dein Tierarzt Dich zu Medikamenten beraten und Dir diese dann verkaufen. Denke daran, Deinen Hund immer erst einmal vorzustellen und das Medikament nur in Absprache mit Deinem Tierarzt zu geben!

Beruhigungsmittel

Silvester-Tierarzt-Medikamente

Das Medikament sollte auf den Hund abgestimmt werden. Außerdem sollten körperliche Ursachen für den Stress ausgeschlossen werden.

Zylkene

Zylkene ist ein Produkt für Hunde und Katzen und wird präventiv gegeben. Es wird vor dem erwarteten Stress, also vor Silvester gegeben. Zylkene enthält Kasein (ein Protein aus Kuhmilch) in einem vorverdauten Zustand. Dieses vorverdaute Kasein nennt man dann Alpha-Casozepin.

Alpha-Casozepin ist der Stoff, der im Welpen bei der Verdauung von Muttermilch entsteht. Er ist das, was das Stillen des Welpen zu einer angenehmen und beruhigenden Erfahrung für den Welpen macht. Diese Wirkung wird also bei dem erwachsenen Hund durch die Gabe von Zylkene ausgelöst. Zylkene hat keine Nebenwirkungen.

Telizen

Telizen ist ein Medikament, welches L-Theonin, eine Aminosäure enthält. Diese Aminosäure wird vom hund aufgenommen und im Körper zu einem Nerven-Botschafter umgebaut. Dieser wirkt auf das Nervenzentrum des Hundes und beruhigt ihn somit.

Auch bei Telizen gibt es keine Nebenwirkungen.

L-Tryptophan

Ähnlich wie L-Theonin ist auch L-Tryptophan eine Aminosäure, die in vielen Medikamenten Verwendung findet, gerne auch in Kombination mit L-Theonin. Tryptophan ist eine Vorstufe zu dem „Glückshormon“ Serotonin und kann im Körper dazu umgebaut werden.

Tryptophan gibt es oft auch so als Nahrungsergänzungspulver zu kaufen und kann bequem beigefüttert werden.

Augen auf bei der Wahl der Medikamente!

Neben vielen guten und wirksamen Medikamenten gibt es leider auch Medikamente, von denen man besser die Finger lassen sollte. Eines davon ist Valium. Valium wirkt zwar beruhigend, hat allerdings bei Hunden nur eine Wirkung auf den Körper, nicht den Geist. So liegt der Hund dann an Silvester scheinbar ruhig auf seinem Platz. Innerlich jedoch leidet er an Panik. Und kann diese nicht einmal ausdrücken.

Bei der Wahl von Medikamenten ist es also essentiell, sich ein Bild von der Wirkungsweise des jeweiligen Medikamentes zu machen. Hierbei kann der Tierarzt oder ein geschulter Verhaltensberater helfen.

Traumatisierte Hunde

Hunde, die tatsächlich nicht nur vor dem generellen Lärm der Knaller Angst haben, sondern begründete Panik vor Feuerwerk haben, sollten unbedingt dem Tierarzt vorgestellt werden. Bei den meisten, schweren Fällen hilft hier nur noch eine Verhaltenstherapie unterstützt mit Medikamenten.

Begründete Angst vor Feuerwerk besteht dann, wenn der Hund beispielsweise von einer Rakete abgeschossen wurde oder zu nahe an einem Feuerwerk stand. Dies sollte natürlich eigentlich gar nicht passieren, kommt aber dennoch häufig genug vor. Hier muss dann viel Arbeit geleistet werden. Von daher: Augen auf an Silvester!

Fazit

Es gibt viele Wege, um dem Hund die Angst an Silvester zu nehmen. Von Verhaltenstherapien über Präparate und körperliche Unterstützung gbt es viel auszuprobieren.

jeder Hund reagiert auf die verschiedenen Methoden unterschiedlich. Wichtig ist hierbei, schon vor Silvester die Methoden einzuführen. Wer zum Beispiel gerne ein Thunder-Shirt ausprobieren will, der sollte schon ein paar Tage vorher damit starten. Denn ansonsten kann es dazu kommen, dass die Wirkung aufgrund des schon bestehenden Stresses beim Hund gar nicht mehr zu Tage tritt.

Wir hoffen, Euch mit diesem Artikel geholfen zu haben und stehen Euch gerne für Fragen in den Kommentaren zur Verfügung!

Silvester-Hund-Gruß-Entspannung

Wir wünschen Euch einen entspannten Start ins Neue Jahr!

Info zum Autor:

Hallo! Ich bin Linea, 24 Jahre jung und begeisterte Hundehalterin. Mir ist besonders das Wohlergehen meiner Hunde und meiner Umwelt wichtig. Deshalb habe ich Biologie und dann Biotechnologie studiert. Während des Studiums habe ich mich zum Beispiel aktiv dafür eingesetzt, das Bienensterben zu stoppen. Fragen zur richtigen Ernährung Deines Hundes, sowie Fragen zu Hundeverhalten und Hundekrankheiten beantworte ich gerne!

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